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Zum Schmunzeln... gespenstig lustig
Astrid Eisenkeil

Astrid Eisenkeil (Gastgeberin)

Zum Schmunzeln... gespenstig lustig

30Mär‘18

Eine besondere Geschichte, sei hier ausgeplaudert:
Vom Hotelgespenst, das keines war
oder
Was selbst starke Frauen schwach macht…

Es war nach Ende der Saison und die Zeit des großen Hotelumbaus vor etlichen Jahren, als ich, die damalige Juniorchefin Astrid in meinem Pflichtbewusstsein und wie mit Peter, meinem „Lehrmeister“ ausgemacht, die allabendliche Runde durchs Haus, besser gesagt: durch die Baustelle machte. Zwar gab es sehr wohl einen Architekten, aber der war natürlich nicht immer anwesend und so war es Peter, dem ich als junge Frau eine gute Portion meiner sattelfesten Courage in Sachen Umbau zu verdanken habe.
Nun gut.
Stark wie Beton und mit selbstsicherem Schritt wollte ich noch rasch checken, ob die Baustelle von den Arbeitern ordnungsgemäß hinterlassen war und wir zur wohlverdienten Ruhe absperren konnten.
Immerhin waren im Durchschnitt an die 70 männlichen Arbeiter am Bau und ich die einzige Frau im Team, das gab mir wohl ein gutes Gefühl von Gleichberechtigung und Gleichstellung.
Und das war auch gut so.
Den ganzen Tag über mussten Baulärm, das oft nervenaufreibende Geräusch der Bohrmaschinen und der unverwechselbare Geruch von feuchtem Kalk, Beton und Schweißarbeiten, Staub, wohin das Auge schaut, die Hand auch greift, ausgehalten werden… so lief das Tag für Tag. Und dann endlich um 18 Uhr ist Feierabend angesagt. Juhu… :) Die Arbeiter in ihrer Bauarbeiterkluft verlassen das Haus und eine nahezu wohltuende Stille tritt ein. Nun bin ich dran, noch schnell einen Kontrollrundgang zu machen. Mir obliegt es zu kontrollieren, ob alle Türen und Fenster gut verschlossen und die Lichter ausgelöscht sind. Begleitet von der herrlichen Totenstille starte ich meine obligate allabendliche Runde ausgehend von der Damentoilette, wo alles ruhig und auch kein Licht mehr an ist. Die Tür, Hilfe (!), eine der WC-Türen ist abgeschlossen, welch ein Schreck für mich. Das gab es noch nie. Mein Herz scheint mir in die Hosentasche zu rutschen, wer könnte hinter der verschlossenen Tür wohl sein? Ich spiele Detektivin und mir scheint es sonnenklar: einer der Arbeiter hat sich hier vermutlich eingeschlossen, wollte wohl warten, bis alle außer Haus sind um sich dann in aller Ruhe im Hotel umzusehen… Eine schöne Bescherung!
Nun begannen auch meine Knie zu zittern, von den angstverursachten Schweißperlen im Gesicht ganz zu schweigen… Was tun? Mein treuer Bau-Gehilfe Peter war auch längst schon zuhause und ganz rasch wird mir bewusst, dass ich bei Gott KEIN starker Mann, sondern “nur“ eine zu schwache, ängstliche Frau bin. Alleine gegen einen womöglich starken Eindringling anzukämpfen, ein Ding der Unmöglichkeit. In meiner Panik rufe ich den privaten Wachdienst und stammelte verzweifelt etwas von Einbrecher im Haus und Unbekannter in der Toilette eingesperrt… Mir kommt es wie eine Ewigkeit vor, bis ich dem rasch herbeigeeilten Giovanni vom Wachdienst dankbar wie nie die Tür öffne. Resolut und zu fast jeder Tat bereit, hämmert der erfahrene Giovanni an die Klotür. Auch nach wiederholtem Mal gibt niemand ein Zeichen und so zieht er professionell wie im Film seine Dienstpistole, tritt die Toilettentür ein.
Siehe da: die Toilette ist leer!
Was war DAS denn? Am Ende der Meranerhofgeist?
Sichtlich erleichtert bekomme ich so langsam wieder Farbe ins Gesicht und einen erlösenden Lachkrampf, der kaum zu bändigen ist.
Zusammen mit Giovanni kombinierte ich des Rätsels Lösung: einer der Arbeiter hatte sich wohl die Toilette von außen mit einer Münze zugesperrt,
damit er auch am nächsten Tag eine saubere Toilette vorfindet, denn während des Umbaus gibt es keinen Putztrupp im Hotel. An und für sich eine geniale Idee. Dem Giovanni habe ich verboten, diesen Vorfall auch nur irgendjemandem zu erzählen und er hat bis heute geschwiegen wie ein Grab. Zu sehr habe ich mich damals geschämt… Doch heute bin ich soweit, und möchte Ihnen ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
Die Lehre aus diesem Vorfall und ihr Credo: auch wenn wir Frauen noch so sehr glauben, gleich stark wie die Männer zu sein, ist es beruhigend und tut gut, auf die Hilfe eines Mannes im entscheidenden Moment zählen zu dürfen.


Das Leben spielt oft eigenartige Geschichten…

A.E.

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