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Nikolaus & Krampus
Daniel

Daniel (Concierge)

Nikolaus & Krampus

24Nov‘22

„Warst du auch immer brav?“

An diese Frage kann ich mich noch genau erinnern, als mich meine Mutter dies am Morgen des 05. Dezembers fragte. Schnell kam ein leises „ja“ mit dem Wissen, dass ich schon den ein oder anderen Schabernack getrieben habe. Schnell aus dem Schulbus in die Schule, dass ich ja keinen Krampus zu Gesicht bekam. Nach der Schule wieder dasselbe. Bald folgte die Dämmerung. Im Tal hörte man schon die Glocken der Krampusse. Trotz der großen Angst wollte ich das miterleben und so gings zum großen Krampusumzug nach Lana. Mir zitterten die Beine, schließlich wusste ich, dass ich nicht der bravste war. Aber es war ein Erlebnis für mich und meine Geschwister. Zu Hause angekommen wurden immer die Beine verglichen, wer wohl den schlimmsten Krampus begegnet ist. Spät am Abend, als ich endlich schlafen konnte klopfte es an der Tür. Vor Schreck verkroch ich mich unter die Bettdecke, denn ich hörte bereits die lauten Glocken der Krampusse. Dann mussten wir alle nochmals in das Wohnzimmer und wer wartete da bereits auf uns? Der Nikolaus, der Knecht Ruprecht und zwei furchteinflößende Krampusse.

„Liebe Kinder, was ihr Gutes habt getan oder Böses getrieben steht in meinem Buch geschrieben…“, waren die Worte des Nikolaus.

Wie es weiter ging?

Der Nikolaus klopfte mit seinem Stab auf den Holzboden und da wurde ich auch schon vom Krampus getadelt.

>Aber eines weiß ich heute noch, auch wenn ich noch so viel Schabernack getrieben habe, am Ende hatte der Nikolaus doch stets ein rotes Säckchen mit Nüssen, Mandarinen, Schokoladen und Keksen im Korb des Knecht Ruprecht für mich und die Angst war wieder verflogen.

Für jetzt kann ich nur eines sagen. Nun stehe ich neben dem Hl. Nikolaus und Knecht Ruprecht und wenn Ihr nicht brav wart, dann habe ich immer meine Rute dabei… 😉


Doch wer war der heilige Nikolaus eigentlich?

Der Heilige Nikolaus (Nikolaus von Myra) ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Sein Todes/Gedenktag, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum gefeiert und ist mit Bräuchen verbunden. Unteranderem wird der heilige Nikolaus von den Krampussen und teils auch von Knecht Ruprecht begleitet.

Bei wem ist der Brauch am bekanntesten?

Vorallem in den Kindergärten, bei den Kleinen/Kleinsten, ist der Brauch in aller Munde. Sie werden besucht und befragt, ob sie artig und fromm waren, ansonsten steht ein furchteinflößender „Krampus“ dahinter und ist bereit zu tädeln.


Und was hat es mit dem Krampus auf sich?

Die eigentlichen Tage des Krampus (auch Bartl, Kramparl, Tuifl, Ganggerl) sind der 05. und 06. Dezember. Er tritt als Begleiter des Hl. Nikolaus auf. Während der Hl. Nikolaus die braven Kinder lobt und beschenkt, tadelt und bestraft der Krampus die Bösen. Beide haben dasselbe Ziel: das Gute fördern und das Böse vertreiben. Die Schreckgestalt aus der vorchristlichen Zeit beeindruckt mit seiner „Larve“ (nicht Maske!) und seinem „Gwandl“ aus echten Ziegen oder Schaffell. Die „Larve“ wird aus Holz geschnitzt. Das hässliche, meist furchterregende Gesicht, oft auch mit einer langen Zunge, wird mit einem Paar Hörnern von heimischen Tieren versehen. Mit dem meist ohrenbetäubenden Lärm der Glocken am Bauchgurt wird das Böse vertrieben. Das wichtigste Utensil des Krampus ist die Birkenrute, optional mit einem roten Band. Die Birke als Symbol des wiederbeginnenden Lebens (1. Knospen bereits im Winter) und das rote Band als Symbol für das Blut. Der Rutenschlag bringt Glück und Fruchtbarkeit und treibt das Böse aus (das böse Blut).

Die Krampusschauläufe (nach Martini bis max. 21.12. (Wintersonnenwende)) dienen nur dazu die kunstvollen Gwandlen und Larven, welche teilweise bis zu einigen tausend € kosten zu präsentieren. Der älteste Krampuslauf in Südtirol findet in Toblach statt. Weitere große Krampusschauläufe in #Südtirol mit bis zu 700 Krampussen gibt es z.B. in Kastelruth, Natz-Schabs, Branzoll, Sand in Taufers…

Der Krampus ist nicht mit dem Percht zu verwechseln, welche in den Rauhnächten ab dem 21.12 bis zum 06.01 unterwegs ist. Perchten gelten als Sinnbild der Fruchtbarkeit. Wer einen Percht berührt, dem bringt das Glück. Perchten stehen in Verbindung mit den Naturgeistern.


Und konnten wir Ihre Lust/Neugierde wecken?
Kommen Sie doch vorbei im „schaurig, schönen #Südtirol“.

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